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Genealogie Rechberger

Alles Wissenwertes zum Thema Ahnenforschung

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Erste Worte

Willkommen auf meiner Website zum Thema Ahnenforschung. Seit mehr als dreißig Jahren widme ich meine Zeit der Erforschung der Geschichte meiner Familie. Bis heute ist kein Ende dieser hochspannenden Untersuchung der Geschichte meiner Ahnen abzusehen. Nach wie vor kommt es immer wieder zu neuen und interessanten Erkenntnissen und Einblicke in die vergangene Welt meiner Vorfahren. Was aber macht die Suche nach den Vorfahren so spannend?

Erlebte Sozialgeschichte

Im Wesentlichen ist dies ein Ausflug in die unmittelbare Sozialgeschichte Mitteleuropas der letzten drei- bis vierhundert Jahren. So erfährt der Ahnenforscher viel über das Leben, Alltag, Einstellungen, Berufe, Interessen und Verhaltensweisen der Menschen der einzelnen Regionen vorangegangener Epochen in Europa. Durch die familiäre Bindung an diese Vergangenheit, bleibt Geschichte nicht abstrakt. Geschichte wird so direkter fassbarer und auch ein Stück erlebbarer. Nicht hervorgehobene Persönlichkeiten, wie Könige, Kaiser und Feldherren sind die Akteure dieser Geschichte, sondern Bauern,Handwerker und Soldaten. Die wenigstens haben Vorfahren, die der dünnen Oberschicht entstammen, die sonst so das Geschichtsbild beherrschen. Wer die Archäologie seiner Familie betreibt, wird in den meisten Fällen eher auf die Vergangenheit von Menschen treffen, deren Namen und Taten die offizielle Geschichte schon lange vergessen hat. Trotzdem hat auch die Erforschung dieser Vergangenheit etwas äußerst fazinierendes an sich.

Familäre Archäologie

Die Aussagekraft der auszuwertenden Standesamtsunterlagen und Kirchenbücher ist in den meisten Fällen begrenzt. So lassen sich hier die Daten der Geburt, der Heirat und des Todes eines Vorfahr ermitteln. Oft werden auch in diesem Zusammenhang die Berufe dokumentiert. Sehr selten sind weitergehende Informationen schriftlich festgehalten. Im Prinzip sind dies die Informationsbausteine, die dem Familieforscher zur Verfügung stehen und mit denen er sich zu begnügen hat. Aus diesen Rohdaten muss der Forscher sich nun weitere Informationen über das Leben seiner Ahnen erschließen. In der Regel bedeutet dies eine intensivere Beschäftigung mit der Orts-, Regional- und Landesgeschichte der Lokaliäten, wo die Ahnen gelebt haben. Gerade dies ist unerlässlich, um sich ein Bild vom Leben der Vorfahren machen zu können.

“Tote Punkte” überwinden

In der Regel stößt der Forscher nach einiger Zeit auf einen sogenannten “toten Punkt”. Standesamtsunterlagen oder Kirchenbücher geben keine Informationen über weitere Generationen her. In vielen Fällen fehlen einfach die Unterlagen, weil diese durch Kriegseinwirkungen, Brände, Diebstahl oder Unachtsamkeiten, nicht mehr vorhanden sind. Manchmal fehlen auch schlicht und einfach die Informationen über die Herkunftsort eines Vorfahr. So muss der Forscher versuchen auf weitere Quellen zuzugreifen. Dies können Einwohnerlisten, Adressbücher oder weitere amtliche und ältere Unterlagen der Stadt oder der Region sein. Die Suche nach diesen Dokumenten kann sehr mühsam und zeitraubend sein und führt oft zu keinem Ergebnis.

Von Testamenten und Insolvenzverfahren

Trotzdem kann diese Anstregung sehr lohnenswert sein. Manche Archive bergen wahre Schätze für den Familienforscher, die sehr viel über das Leben eines Vorfahren verraten. Dies können beispielsweise Testamente sein. Hier werden nicht nur die Eltern genannt, die Regelungen hinsichtlich ihrer Hinterlassenschaft schriftlich niedergelegt haben, sondern auch deren Anverwandte. Dies sind in der Regel die noch lebenden Söhne und Töchter. Neben diesen wird auch der Besitz der Familie detailiert aufgeführt. Oder ein Vorfahr hat sich soweit überschuldet, dass seine Gläubiger ein Insolvenzverfahren gegen ihn eröffnen liessen. Solche Akten sind natürlich auch für die Wirtschafts- und Sozialgeschichte von ungemeinen Nutzen.

“Nosce te ipsum” – “Erkenne Dich selbst”

Ein wesentliches Ergebnis einer solchen Eforschung der familären Vergangenheit, ist ein wichtiges Stück Selbsterkenntnis. Letztendlich sind wir auch das Produkt einer generationenlangen Kette. Durch die Erziehung geben uns unsere Eltern viele Werte, Erfahrungen, Ideen und Ideale mit auf dem Lebensweg. Diese stammen teilweise widerrum aus deren Erziehung durch deren Eltern und wurden dialektisch weiterentwickelt, modifiziert und ergänzt. Zur Gänze wird man diesen Prozess niemals ganz erfassen können, aber durch die Familieforschung gelingt es immer mal wieder ein Stück dieser Entwicklung zu fassen und zu interpretieren.